Pro und Contra einer Hundeadoption

Martina

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Vielleicht denkt ihr gerade nach euch einen Hund anzuschaffen, wisst aber noch nicht, ob dieser von einem Züchter kommen soll oder aus dem Tierschutz und dann eventuell noch aus dem Ausland.

Es gibt leider 🥲 sehr viele Vorurteile bei unseren Fellnasen aus dem Auslandstierschutz, welche ich gerne näher betrachten würde. Hierzu habe ich mal verschiedene Aspekte betrachtet. Eines vorneweg. Ich bin nicht gegen Rasse-Hunde, sondern möchte einfach nur aufklären.

Erst einmal die Contra-Liste, welche ich zum Teil speziell erläutere. In den Kommentaren gerne ergänzen.

1. Mischlinge sind teilweise in unserer Gesellschaft immer noch als nicht zugehörig angesehen.
Das stimmt leider, aber man sieht mittlerweile, dass sich hier in den Köpfen etwas ändert.
2. Man kennt in den meisten Fällen die Elterntiere nicht.
Es gibt Ausnahmen auch wenn diese sehr selten sind.
3. Verhalten kann nicht eingeschätzt werden, weil man die Rassen nicht kennt. Auf rassespezifische Merkmale kann man nicht eingehen.
Ja, aber nicht jeder Rassehund ist gleich. Oder sind Kinder innerhalb einer Familie gleich? Klar muss man hier zugeben, dass man in der Regel schon bei den einzelnen Rassen erwarten kann, dass sie genau den Bedürfnissen entsprechen.
4. Hunde sind mit massiven Krankheiten belastet, wenn diese aus dem Ausland kommen.
Hier muss man den illegalen Welpen-Handel und seriöse Tierschutzvereine differenzieren. Seriöse Tierschutzvereine geben Krankheiten an, welche direkt ersichtlich sind, können aber versteckte Krankheiten auch nicht immer erkennen und mitteilen. Auch mit Tierärzten vor Ort wird kommuniziert, damit man weiß, dass es den Hunden gut geht.
Mittelmeerkrankheiten kommen bei Auslandshunden (Vor allem, wie der Name schon sagt, im Mittelmeerraum) wirklich vermehrt vor, aber auch bei einer Urlaubsreise kann man seine Fellnase mit den Erregern infizieren.

5. Bei uns in den Tierheimen sitzen auch sehr viele Hunde
Ja, auch das ist Tierschutz. Und auch in unseren deutschen Tierheimen sitzen immer wieder mal Auslandstiere.
6. Die Welpen sind wirklich noch Babys mit Ihren 8-10 Wochen
Hunde aus dem Ausland dürfen erst mit 4 Monaten, also 16 Wochen nach Deutschland einreisen. Auch hier Vorsicht, gebt Acht, wenn euch jüngere Welpen angeboten werden.
7. Man unterstützt doch sowieso nur die illegale Vermehrung und wirtschaftet in die Tasche und sog. Züchtern.
Diese Hauptangst muss ich sagen ist bei nicht genauer Betrachtungsweise wirklich vorhanden. Aber diese Angst möchte ich genauer darstellen. Die Tierschutzvereine unterstützen Kastrationsprojekte, sprechen mit Landwirten und Menschen vor Ort und klären über die Kastration auf. Hier wird bereits sehr viel getan um das Leid zu lindern. Der schwierigere Teil ist tatsächlich der Missbrauch der Muttertiere, in denen die Hündinnen als Zuchtmaschinen gehalten werden und die Tiere dann verschachert irgendwo gefunden werden. Klar unterstützt man in diesen Fällen auch genau diese unseriösen Züchter. Das ist das, was man liest, was man von Tötungsstationen hört und worauf unsere Angst begründet. Auch viele Welpen werden einfach sich selbst überlassen. Aber auch hier kann man feststellen, dass auch das genau von den Tierschutzvereinen verurteilt wird und alles versucht wird, diese Maffia-artige Haltung nicht zu unterstützen.
8. Man bekommt doch eh nur verstörte Tiere
Nein, das kann ich persönlich nicht so unterschreiben.

Nun aber zu unseren Pro-Themen für die Anschaffung eines Hundes aus dem Auslandstierschutz.
1. Bei manchen Züchtern hat man lange Wartelisten
2. Man bekommt ein wahrliches Überraschungspaket und wird jeden Tag belohnt.
3. Man unterstützt sowohl das adoptierte Tier, als auch den Auslandstierschutz

Ein Verein darf keine Gewinne erwirtschaften, deshalb kommt die Schutzgebühr immer den Tieren zu gute.
4. Auch diese Tiere lassen sich erziehen und es dauert nicht länger oder kürzer.
Klar gibt es so spezielle Ausreiser, die einfach kleine Esel sind, aber damit können wir doch umgehen.
5. In manchen Fällen muss man sich das Vertrauen regelrecht erarbeiten.
Ja ein sehr positiver Aspekt, denn hat man das Vertrauen erst einmal, dann ist das eine sehr extreme Bindung.
6. Es ist eine Frage des Preises. Denn so eine Anschaffung vom Tierschutzhund ist natürlich nicht mit einer Anschaffung eines Rassehundes zu vergleichen.

Auch wenn die Anschaffung mit der finanziellen Lage immer abgeklärt werden muss.
7. Der Austausch mit Gleichgesinnten.
8. Auch unsere Tierschutzhunde sind dazu in der Lage zu Begleithunden, Therapiehunden ausgebildet zu werden.

Zwar nur vereinzelt, aber möglich.

So ihr seht, in unseren Köpfen sind sehr viele negative Aspekte verankert, welche sich aber ins positive umkehren lassen. 😍 Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei der Suche eurer Fellnase. 🥰
 

Frieda44

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Vielleicht denkt ihr gerade nach euch einen Hund anzuschaffen, wisst aber noch nicht, ob dieser von einem Züchter kommen soll oder aus dem Tierschutz und dann eventuell noch aus dem Ausland.

Es gibt leider 🥲 sehr viele Vorurteile bei unseren Fellnasen aus dem Auslandstierschutz, welche ich gerne näher betrachten würde. Hierzu habe ich mal verschiedene Aspekte betrachtet. Eines vorneweg. Ich bin nicht gegen Rasse-Hunde, sondern möchte einfach nur aufklären.

Erst einmal die Contra-Liste, welche ich zum Teil speziell erläutere. In den Kommentaren gerne ergänzen.

1. Mischlinge sind teilweise in unserer Gesellschaft immer noch als nicht zugehörig angesehen.
Das stimmt leider, aber man sieht mittlerweile, dass sich hier in den Köpfen etwas ändert.
2. Man kennt in den meisten Fällen die Elterntiere nicht.
Es gibt Ausnahmen auch wenn diese sehr selten sind.
3. Verhalten kann nicht eingeschätzt werden, weil man die Rassen nicht kennt. Auf rassespezifische Merkmale kann man nicht eingehen.
Ja, aber nicht jeder Rassehund ist gleich. Oder sind Kinder innerhalb einer Familie gleich? Klar muss man hier zugeben, dass man in der Regel schon bei den einzelnen Rassen erwarten kann, dass sie genau den Bedürfnissen entsprechen.
4. Hunde sind mit massiven Krankheiten belastet, wenn diese aus dem Ausland kommen.
Hier muss man den illegalen Welpen-Handel und seriöse Tierschutzvereine differenzieren. Seriöse Tierschutzvereine geben Krankheiten an, welche direkt ersichtlich sind, können aber versteckte Krankheiten auch nicht immer erkennen und mitteilen. Auch mit Tierärzten vor Ort wird kommuniziert, damit man weiß, dass es den Hunden gut geht.
Mittelmeerkrankheiten kommen bei Auslandshunden (Vor allem, wie der Name schon sagt, im Mittelmeerraum) wirklich vermehrt vor, aber auch bei einer Urlaubsreise kann man seine Fellnase mit den Erregern infizieren.

5. Bei uns in den Tierheimen sitzen auch sehr viele Hunde
Ja, auch das ist Tierschutz. Und auch in unseren deutschen Tierheimen sitzen immer wieder mal Auslandstiere.
6. Die Welpen sind wirklich noch Babys mit Ihren 8-10 Wochen
Hunde aus dem Ausland dürfen erst mit 4 Monaten, also 16 Wochen nach Deutschland einreisen. Auch hier Vorsicht, gebt Acht, wenn euch jüngere Welpen angeboten werden.
7. Man unterstützt doch sowieso nur die illegale Vermehrung und wirtschaftet in die Tasche und sog. Züchtern.
Diese Hauptangst muss ich sagen ist bei nicht genauer Betrachtungsweise wirklich vorhanden. Aber diese Angst möchte ich genauer darstellen. Die Tierschutzvereine unterstützen Kastrationsprojekte, sprechen mit Landwirten und Menschen vor Ort und klären über die Kastration auf. Hier wird bereits sehr viel getan um das Leid zu lindern. Der schwierigere Teil ist tatsächlich der Missbrauch der Muttertiere, in denen die Hündinnen als Zuchtmaschinen gehalten werden und die Tiere dann verschachert irgendwo gefunden werden. Klar unterstützt man in diesen Fällen auch genau diese unseriösen Züchter. Das ist das, was man liest, was man von Tötungsstationen hört und worauf unsere Angst begründet. Auch viele Welpen werden einfach sich selbst überlassen. Aber auch hier kann man feststellen, dass auch das genau von den Tierschutzvereinen verurteilt wird und alles versucht wird, diese Maffia-artige Haltung nicht zu unterstützen.
8. Man bekommt doch eh nur verstörte Tiere
Nein, das kann ich persönlich nicht so unterschreiben.

Nun aber zu unseren Pro-Themen für die Anschaffung eines Hundes aus dem Auslandstierschutz.
1. Bei manchen Züchtern hat man lange Wartelisten
2. Man bekommt ein wahrliches Überraschungspaket und wird jeden Tag belohnt.
3. Man unterstützt sowohl das adoptierte Tier, als auch den Auslandstierschutz

Ein Verein darf keine Gewinne erwirtschaften, deshalb kommt die Schutzgebühr immer den Tieren zu gute.
4. Auch diese Tiere lassen sich erziehen und es dauert nicht länger oder kürzer.
Klar gibt es so spezielle Ausreiser, die einfach kleine Esel sind, aber damit können wir doch umgehen.
5. In manchen Fällen muss man sich das Vertrauen regelrecht erarbeiten.
Ja ein sehr positiver Aspekt, denn hat man das Vertrauen erst einmal, dann ist das eine sehr extreme Bindung.
6. Es ist eine Frage des Preises. Denn so eine Anschaffung vom Tierschutzhund ist natürlich nicht mit einer Anschaffung eines Rassehundes zu vergleichen.

Auch wenn die Anschaffung mit der finanziellen Lage immer abgeklärt werden muss.
7. Der Austausch mit Gleichgesinnten.
8. Auch unsere Tierschutzhunde sind dazu in der Lage zu Begleithunden, Therapiehunden ausgebildet zu werden.

Zwar nur vereinzelt, aber möglich.

So ihr seht, in unseren Köpfen sind sehr viele negative Aspekte verankert, welche sich aber ins positive umkehren lassen. 😍 Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei der Suche eurer Fellnase. 🥰
Danke für deine wichtigen Ansichten. Das sollte sich jeder Hundehalter vor dem Kauf oder vor der Adoption durchlesen. Bevor ich mir einen Hunde gekauft habe und als Familienmitglied aufgenommen habe, bin ich ins Tierheim gegangen. Das war eine Lebenserfahrung der schlimmsten Art. Denn mein Hund sollte das arme Schicksal der Zwinger-Hunde nicht erfahren. Meine Maggy hat mich16 Jahre begleitet und ich habe Wort gehalten. Auch wenn es nicht immer einfach war.
 
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